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Artikel Lebensfragen

Wir befinden uns in Zeiten großer Veränderung! – Was bedeutet das?

Wie kann ich in dieser Zeit mit so viel „Leicht-ICHkeit“, Authentizität und Akzeptanz wie möglich sein?

Häufig heißt es Unruhe, Unbehaglichkeit und Leiden in unseren Körpern seien Ausdruck dafür, dass etwas in unserem Leben nach Veränderung bittet.

Derzeit verspürt die ganze Welt Unruhe, Unbehaglichkeit und Leid, ausgelöst durch eine Erkrankung, eine Pandemie.

Richten wir unseren Blick außerhalb unseres Selbsts, so verschieben wir unsere eigene Ausrichtung. Wir fühlen das Bedürfnis gegen solche, die als Feinde oder Straftäter wahrgenommen werden, zu „kämpfen“. Wir werden regelrecht süchtig danach, Dinge zu bekämpfen – den Virus, die Regierung und die Konzerne. Die Ausrichtung all jener wurde verschoben, vom wahrhaftigen Dienen der Ganzheit der Menschheit hin zum Dienen eigener, egoistischer Wünsche.

Und dann fragen wir uns wie man bloß eine ganze Regierung bekämpfen soll? Oder einen millionenschweren Konzern?

Im besten Fall fühlen wir uns überfordert und eingeschüchtert – im schlimmsten Fall ineffektiv und machtlos. Genau das erhöht die Hochburg der Täter-Opfer Mentalität („ich“ und „die anderen“).

So fahren wir fort in der Kreation unserer Welt, wo wir uns größtenteils getrennt fühlen, aufgeteilt zwischen Habenden und Habenichtsen.

Und wenn es der Glaube, dass wir voneinander getrennt sind, ist, der nach Veränderung bittet?

Was wenn der Glaube, dass die Regierung „mir unter die Arme greifen“ soll, während dieser finanziellen Krise, die durch Regulationen aufgrund der Pandemie (das Unbehagen und Leiden in dem wir uns befinden) instituiert wurden, auch nach Veränderung bittet?

Und „wer“ oder was ist diese Regierung überhaupt?

Die Regierung ist eine Organisation von Menschen, welche von der Menschheit gewählt wurde, um in ihrem Namen zu regieren. (Definition „regieren“: Autorität über jemanden ausüben, zu herrschen, zu kontrollieren, Aktionen zu beeinflussen, anzuführen, zu bestimmen) Allenfalls würde heilloses Chaos und Durcheinander ausbrechen, nehmen wir jedenfalls an.

Die großen Konzerne und die Regierung, welche beachtliche Teile dieser Erde und ihrer Ressourcen „besitzen“ und regulieren, haben in den meisten Fällen eigene, persönliche Ziele verfolgt, um sich selber zu bereichern. Oder, sie haben „Fairtrade“ -Regulationen eingeführt, in dem Versuch die Einforderungen einzelner „ichs“ mildern zu wollen, anstatt das ‚wir‘ und das größere Bild anzusprechen. Dann das würde es bedeuten, dass die Konzerne ihre gesammte Unternehmensstruktur überdenken und deren Orientierung auf Profit aufgeben müssten.

Alle sind auf Gewinn aus, aber wir haben die Bedeutung des „EINS-Sein“ vergessen. (Englisch: „Being ONE“ / ONE = Omniscent Nature Evolving = Allwissende Natur im Evolutionsprozess) Stattdessen haben wir uns auf das „JEDES“ konzentriert – JEDer, Eigen und Separiert.

Wir ignorieren das „EINS-Sein“ und wollen Gewinne erzielen – ohne die Verantwortl-ICHkeit eines „jeden“!

Buchstäblich haben wir unsere Verantwortl-ICHkeit verschenkt. Wir sind nicht mehr innerhalb uns selbst zentriert, sondern im Außen und im Äußerlichen.

Unsere Ausrichtung ist verschoben worden! Unsere Worte sind ebenfalls häufig verquer!

Nun wird von „Social Distancing“ gesprochen – wie in aller Welt kann das zur Heilung oder zur Unterstützung beitragen, einen Zustand von Ruhe und Behagen wiederzuerlangen? Es schwingen Frequenzen des Getrennt-Seins mit!

Was wir brauchen, ist soziale Verantwortl-ICHkeit! Die Fähigkeit sozial zu reagieren, mit Respekt vor den eigenen Bedürfnissen und Grenzen und die der anderen.

Aufs Neue erinnert und ermächtigt uns das, verantwortl-ICH zu sein. Diese Erfahrung machen wir zusammen!

Aber was bedeutet es, verantwortl-ICH zu sein?

Es bedeutet, dass Ich in der Lage bin, mir selber die Frage zu beantworten, in welcher Situation ich stecke, was ich wahrnehme und fühle, letztlich, welche Erfahrungen „mich“ (engl. = „me“) bewegen. Dieser Vorgang ist nichts anderes als EINS-Sein, Allwissende Natur im Evolutionsprozess (engl. = ONE). Es gibt kein richtig oder falsch – es ist, wie es ist. Ich lerne „mich“ kennen. (Mich = ME = Miniatur Expression… Von ONE).

Die Chance der Veränderung, die sich uns gerade anbietet, ist eine Veränderung in unserer Ausrichtung.

Wir leben außerhalb unseres Selbsts, verquer mit der Ausrichtung unseres „wahren ICHs“, verlassen uns auf unsere Regierung, riesige Kooperationen und erwarten Anführung von pädagogischen, finanziellen und religiösen Autoritäten, um die nötigen Veränderungen zu implementieren, um mit dieser Pandemie, dieser globalen Erkrankung, „umzugehen“. Stattdessen müssen wir zusammen, aber JEDER-Selbst, individuell anfangen und nachforschen…

  • Was bittet nach Veränderung innerhalb Meines Ichs? (Mich = ME = Miniatur Expression… Von ONE)
  • Was ist in Unruhe, Unbehaglichkeit und Leiden innerhalb Meines Ichs? (Mich = ME = Miniatur Expression… Von ONE)
  • Inwiefern ist meine Ausrichtung verschoben? Oder wohin bin ich ausgerichtet?

Bin ich innerhalb Meines ICHs, dem EINS-Sein – Allwissende Natur im Evolutionsprozess, ausgerichtet? Oder verlasse ich mich auf Autoritäten von außen (die unzähligen verschiedenen Medien-Formen), die mir sagen, wie ich reagieren muss oder soll?

Diese Pandemie hat viel Raum kreiert, um mit sich selbst zu „sein“ – unseren Bedürfnissen wahrhaftig ins Auge zu blicken (körperlich, emotional, mental, sozial, spirituell…). Für viele erforderte dies innerhalb JEDEM-Selbst eine neue Struktur zu finden oder zu erbauen, da die äußerlichen Strukturen (Schule, Geschäfte, künstlerische Tätigkeiten…), welche ihr Leben bestimmten, augenblicklich nicht präsent sind.

Für andere wiederum, diejenigen die im Dienstleitungssektor arbeiten, ist es eine hektische Zeit und hat vielleicht die Sichtweise über ihre Arbeit verändert – hin zur Dankbarkeit für die Arbeit, die „Stabilität“, die es ihrem Leben gibt. Nochmal andere haben das Bedürfnis nach Gleichgewicht entdeckt und realisieren nun, wie sehr sie aus dem Gleichgewicht geraten sind. Weiterhin gibt es Leute, die hierdurch eine innere Kreativität entwickelt haben, eine innere Stimme, die sie ermutigt „ans Licht zu kommen“ und ihre Fähigkeiten und Wissen zu teilen. Dann gibt es noch diejenigen, die diese Erfahrung gebraucht haben, um die Bedeutung von Leben und Tod für sich (neu) zu evaluieren. JEDER-Selbst hat seinen eigenen Anteil umzusetzen und alle Anteile sind wichtig.

Was in mir ruft oder bittet nach Veränderung?

Jetzt ist die Zeit für meine Verantwortl-ICHkeit gekommen.

Wie unsere gemeinsame Zukunft aussieht, hängt davon ab – wie gut jeder von uns auf das Unbehagen und Leiden innerhalb unseres Selbsts reagiert.

Wir sind das, wodurch die ganze Welt zur Existenz erträumt wird.“  Adyashanti

We are that which dreams the whole world into existence.“  Adyashanti

* Nachwort: Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Wir alle haben zur Kreation der derzeitigen Situation auf unserem Planeten beigetragen. Somit existieren die Regeln, Maßnahmen und Ausgangssperren, welche durchgesetzt wurden, ganz einfach – ohne „richtig oder falsch“ oder „gerecht oder ungerecht“ zu sein. Es ist ebenso wichtig zu verstehen, dass diese Umstände Teil UNSERER Reaktion auf die Situation sind. Die Frage ist, was kann ich aus dieser (über mich selbst) Situation lernen?

Es geht nicht darum, uns mit den vielen uns zur Verfügung stehenden Ablenkungen zu betäuben (Alkohol, Rauchen, Drogen, Essen, Medien…). Genauso verschenken wir weiterhin unser Verantwortl-ICHkeit oder agieren mit innerer Wut oder Frustration, weil wir uns unserer Freiheit beraubt fühlen. Fragt euch stattdessen: In welchen Bereichen halte ich mich selbst gefangen? In welchen Bereichen des Lebens erlaube ich mir oder anderen keinen Freiraum?

Fakt ist, man kann seine Verantwortl-ICHkeit nicht verschenken – sie gehört immer zu einem und wird es immer tun!

UND: Schlussendlich macht jedes „ich“, „mich“, „du“, „deins“ einen Unterschied – weil wir EINS sind!

Portrait

Die Autorin, Paula van Tuyl, ist Exam. Physiotherapeutin und seit 2000 praktizierende Heilpraktikerin in Wedel und Hamburg. Ausbildungen umfassen: Klassische Homöopathie, Craniosacral Biodynamics bei Franklyn Sills, Viszerale Osteopathie bei Santosh Weber, Kinderbehandlung bei Joachim Lichtenberg, Prä- und Perinatale bezogene Themen bei Claire Dolby, Ho’oponopono, PresentChild Translation bei Janita Venema, Netherlands, und Soul Focused Healing bei Deborah Mills, USA.

Weiterbildung in Biodynamische Psychotherapie, Tiefenpsychology und im Umgang mit Schock- und Traumafolge. Und Seminartätigkeit: Homöopathische Hausapotheke, Heilmittel Verreibungen, Ho’oponopono, Meditation und PresentChild Translation.

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