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Artikel Körperarbeit

Lomi Lomi Nui – die hawaiianische Tempelmassage

Lomi Lomi Nui – die hawaiianische Tempelmassage – hat ihren Ursprung auf Hawaii, einer Inselkette im Pazifischen Ozean.

„Lomi“ bedeutet soviel wie pressen, kneten, reiben und massieren. Die doppelte Nennung ist absichtsvoll. „Nui“ heißt die Großartigste. Diesen Namen wählte Abraham Kawai’i, ein hawaiianischer Meister, für die von ihm unterrichtete hawaiianische Tempelmassage.

Diese Körperarbeit zeichnet sich durch die tiefgehende Wirkung auf muskulär-faszialer, bioenergetischer und seelisch-emotionaler Ebene aus. Der Ablauf dieser Körperarbeit ist ritualisiert und dient dazu, einen hochenergetisierten Raum zu schaffen, in dem ein klarer Fokus auf die eigenen Lebensziele gesetzt wird. Ermöglicht wird dies durch eine tiefgehende Verbindung zu sich selbst.

In früheren Zeiten stellte diese Arbeit ein Initiationsritual dar, um von einem bestehenden in einen höheren Seinszustand zu wechseln.

Die hawaiianische Körperarbeit beinhaltet intensive tiefgehende und leichte energetisierende Ausstreichungen, die der Anwender mit den Unterarmen durchführt. Es kommen auch wohltuende Dehnungen zum Einsatz und es wird mit reichlich warmem Öl gearbeitet.

Diese Anwendung richtet sich gleichermaßen an hochsensible Menschen und Klienten, die eine hohe Druckintensität benötigen, um innere Blockaden zu lösen. Die Behandlung wird individuell den Bedürfnissen entsprechend durchgeführt. Die hawaiianische Tempelmassage ermöglicht somit einen tiefgehenden Kontakt zu sich selbst und eine sinnliche Erfahrung auf höchstem Niveau.

Die Körperarbeit ist eingebettet in die hawaiianische esoterische Lehre, HUNA. Die eigentliche Wirkung und Heilung kommt nämlich immer aus dem Bewusstsein der Menschen selbst. Aus dem des Behandlers und dem des Behandelten. Die Massage, die körperliche Berührung, ist das Medium.

Wer sich für ausführliche Artikel interessiert, findet Informationen bei Serge Kahili King, dem Gründer von Aloha International, einer Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, diese Welt zu einem liebevollerem Ort zu machen.

In der hawaiianischen Lehre wird Anspannung als Ursache für Krankheit angesehen.

Somit ist das Lösen von mentalen und körperlichen Spannungen ein erklärtes Ziel der Körperarbeit. Die drei Aspekte des Ich’s spielen hierbei eine Schlüsselrolle.

  • KU – Körper bzw. Unterbewustsein
  • Lono – Verstand
  • Kane / Aumakua – Überbewusstsein oder auch Seele, Universum

Bei einem gesunden und glücklichen Menschen befinden sich alle drei Aspeckte des Ich’s in Harmonie miteinander. Der Verstand lenkt das Körperbewusstsein und ist wiederum geleitet durch die Inspiration seines göttlichen Ich’s.

Die drei Aspekte des ICH:

  1. KU – Körper- bzw. Unterbewustsein (auch materieller Körper):
    Hauptmotivation von KU ist Lust (Freude), seine Hauptfunktion wiederum ist Tun. KU nutzt Gefühle, Träume und Gedanken, um sich Gehör zu verschaffen. Zudem beherrscht KU alle Zell-, Organ- und Körperfunktionen. KU beinhaltet das Gedächtnis. Alles, was wir erleben, wird im Körper gespeichert. Für das KU existiert alles (Gedanken, jede Form der Wahrnehmung) ausschließlich im Jetzt. Das KU benötigt eine Autorität, die eine Richtung vorgibt, da es selber keine Entscheidungen treffen kann. Diese Autorität ist LONO – der Verdand. Das KU möchte wie ein Freund behandelt werden. Es benötigt Freiheit, um Wirken zu können, außerdem Lob, Motivation und klare Anweisungen, was wir und wünschen. Das schafft ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Körper und Verstand (wie Eltern und ihre Kinder).
  2. LONO – Verstand:
    Hauptfunktion von LONO ist das Entscheiden und seine Hauptmotivation ist Ordnung. LONO benutzt Imagination. LONO umfasst das Denken, den Verstand, Logik, Regeln, Verstehen und die Bewusstheit von allem was ist (Erinnerungen, Gedanken, Sinnenwahrnehmungen, Bewegung, ..). LONO entscheidet worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Tätigkeit bedeutet Auswahl und gleichzeitig Ausschluss von anderen Möglichkeiten. Das Selektieren basiert auf dem emotional gesteuerten KU, d.h. seiner Erinnerung ob etwas schmerzlich oder lustvoll war. Das LONO entscheidet und das KU erledigt das Tun. Unsere Gedanken und Erwartungen beeinflussen die Zukunft, nicht aber die Entscheidung selbst. LONO untersteht der eigenen unmittelbaren Kontrolle. Es empfiehlt sich Kontrolle über sein LONO zu gewinnen.
  3. KANE bzw. AUMAKUA – Überbewusstsein oder auch Seele, Universum:
    Hauptfunktion von KANE ist Kreativität und seine Hauptfunktion ist Harmonie.
    LONO entwirft ein Muster auf Grundlage dessen, was es für wahr und real hält. KU folgt diesem Muster. KANE gestaltet auf Grundlage diesen Musters unsere Realität (unser Erleben).

Im Huna gibt es zudem einfache Prinzipien, auf denen alles beruht, was wir in unserem Leben manifestieren.

Die sieben Prinzipien des HUNA:

  1. IKE: Die Welt entspricht deinen Gedanken.
  2. KALA: Es gibt keine Grenzen.
  3. MAKIA: Energie folgt der Aufmerksamkeit.
  4. MANAWA: Jetzt ist der Augenblick der Kraft.
  5. ALOHA: Lieben heißt glücklich sein.
  6. MANA: Alle Macht kommt von innen.
  7. PONO: Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit.

Zitat aus „Gelebte Liebe“ von Serge Kahili King:

„Auf hawaiianisch heißt Aloha mehr als nur „Hallo“, „Aufwiedersehen“ oder „Liebe“. Seine tiefere Bedeutung ist das „freudige (oha) Teilen (alo) der Lebensenergie (ha) in der Gegenwart (alo)“.

Zwei für mich wesentliche Überlieferungen von Abraham Kawai’i:

  1. Die Tempelpflege:
    Es ist von Bedeutung, welche Aufmerksamkeit wir den Räumen schenken, in denen wir uns bewegen. Eine liebevoll gestaltete Einrichtung, Ordnung und Sauberkeit strahlen diese Aufmerksamkeit auf uns zurück und schenken uns Kraft.
  2. Zwei Stunden am Tag sind genug Aufmerksamkeit für unser KU (Körperbewustsein), damit es die Entscheidungen unseres LONO (Verstand) unterstützt, um alles zu erreichen und alles zu tun. Was heißt, dem Körper Aufmerksamkeit zu schenken? Es bedeutet:  Dehnungen, Meditation, Spazierengehen, Sport treiben, Saunieren mit bewusstem Fokus auf den Körper.

– Mahalo – Danke –

Der Autor, André Römer, ist staatlich anerkannter Physiotherapeut und besitzt zusätzlich eine hawaiianische Massageausbildung als „Lomi Lomi Nui Practitioner“. Seine Leherinnen stehen in der Tradition von Abraham Kawai’i: Susan Pa’iniu Floyd, Jutta Hahr und Ruth Ruppert. André lebt und arbeitet in Hamburg.

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