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Artikel Lebensfragen

Der innere Kompass

Wer sich mit seinem Sinn des Lebens beschäftigt, findet im Internet viel Inspiration!

Seit geraumer Zeit treibe ich mich in vielen Internet Foren herum, bzw. höre einen Podcast nach dem anderen auf You Tube, und komme immer wieder zu demselben Punkt zurück:

In jedem Beitrag werde ich dazu motiviert, das zu tun, was ich will. Manche geben kurzfristig alles auf, was sie haben, und gewinnen am Ende alles. Einen tollen Job, der ihnen nur noch Freude bringt, den Sinn des Lebens und auch noch genügend Geld. So scheint es.

Ich, jetzt 46 Jahre, in der gefühlten „Mitte des Lebens“, bin dafür sehr empfänglich und lasse mich davon inspirieren.

Aber, will ich wirklich etwas ändern?

Das ist das eigentliche Problem. Habe ich überhaupt ein Problem oder rede ich mir das nur ein, weil „alle anderen“ ein so viel erfüllteres Leben führen?

In der Mitte des Lebens zu stehen, beruflich eigentlich schon gesettet und finanziell ist es auch nicht allzu eng – und sich jetzt zu fragen „ Was WILL ich eigentlich tun?“, empfinde ich als großen Luxus.

Und genau da ist das Problem.

Ich habe keinen Druck etwas zu ändern.

Nur die eigene Unzufriedenheit, die nagt. Ein bisschen. Immer wieder nervt sie. Immer nur ein bisschen. Obwohl doch im Außen alles „ok“ ist!

Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle, lautet:

„Wenn du später kurz vor dem Sterben auf dein Leben zurückblickst, was willst du dir dann erzählen? Was war das für ein Leben, das du geführt hast?“

Nun, ich habe meine Antwort gefunden. Ganz unspektakulär.

An einem Würstchenstand, an dem ich zufällig vorbeiging. Auf einer Postkarte.

„Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich“

Wow, was für ein Statement.

Das gibt eine Richtung ohne einzuschränken… Das ist wie eine Kompassnadel, die mal bisschen nach rechts und nach links, Osten oder Westen, ausschlagen kann, aber immer die Richtung zeigt. Da ist es richtig. Egal ob da ein Weg ist, oder ein Wald, ein Baum oder ein Fluß oder gar ein Ozean zu überqueren, ob es sich leicht oder schwierig anfühlt, es ist immer die richtige Richtung, die angezeigt wird.

Wenn es mich glücklich macht, ist es gut, wenn nicht, dann ändere ich meine Richtung.

Vielleicht ist diese Sache mit dem Kompass und dem „Glücklichsein“ in etwa so, wie andere das mit der Liebe sehen. Wenn du etwas mit Liebe tust, ist es immer die richtige Richtung. Immer der richtige Beweggrund. „Liebe“ wird zurzeit auch viel in den Foren kommuniziert: „Liebe“, zwischenmenschliche gemeint, ist wieder „in“.

Und Liebe macht glücklich oder auch anders herum: Glücklich sein hilft, Liebe zu geben.

Mir sagt der innere Kompass jetzt ganz klar, wenn die Unzufriedenheit nagt, ist es nicht richtig.

Also mache ich mich jetzt doch daran, etwas zu ändern.

Um glücklich zu sein. Aber nicht erst am Ende des Lebens. Sondern jetzt.

Die Autorin, Judith Tietgen, ist studierte Apothekerin, Heilpraktikerin und arbeitet als Systemischer Management Coach (SKETM) in Hamburg. Ihre Zusatzausbildungen umfassen: Fachapothekerin für Naturheilverfahren und Homöopathie, Schüssler Salze, Ohrakupunktur, Irisdiagnose, Sanum Therapie, Sanjo Therapie und Grundlagen Ayurveda.
Ihre Coaching Angebote richten sich an Einzelne und Unternehmen, speziell in Fragen rund um Gesundheitsberatung, Visionsentwicklung und Potentialanlaysen.
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