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Artikel Lebensfragen

ENTDECKE DIE LEICHTIGKEIT – Warum Loslassen so schwer ist und wie es trotzdem gelingt

Du hast die Leichtigkeit verloren? Dinge, Verpflichtungen, Beziehungen oder hinderliche Glaubenssätze schränken Dich ein? Dann geht es Dir vielleicht wie vielen anderen: Du willst Ballast abwerfen, aber es gelingt nicht. Warum ist es so schwer loszulassen und wie funktioniert es doch?

BALLAST – EIN LIEBEVOLLER BOTE

Verändere Deine Perspektive: Egal ob vollgestopfter Kleiderschrank, überfüllter Schreibtisch, der überquellende Terminkalender, der große Bekanntenkreis oder das ewige Gedankenkarussell. Ein belastendes Zuviel in Deinem Leben hat – leider meist ohne dass es Dir bewusst ist – einen konkreten Nutzen. Entdeckst Du ihn, wird Dein Leben einfacher und schöner und der Ballast kann gehen.

BALLAST SCHÜTZT

Ballast behindert und schränkt ein, aber er lenkt auch ab von schmerzhaften, unerwünschten Gefühlen und Situationen, die wir scheinbar nicht verändern können. Etwa so: Das überladene Wohnzimmer, der Stapel ungelesener Zeitschriften, der vollgestopfte Keller, beruflicher Stress, der große Bekanntenkreis belasten, all das lenkt aber auch ab von Wut, Trauer, Schmerz oder Einsamkeit – Gefühlen die wir gern verdrängen – oder von unbefriedigenden Lebenssituationen, denen wir uns ausgeliefert fühlen – beruflich oder privat.
Etwa so: Die Jagd nach neuen Dingen, Freizeitaktivitäten oder Erfolg verhindert, dass ich zur Ruhe komme und mir eingestehe, dass ich seit geraumer Zeit ein Problem mit meinem Partner habe. Das berufliche Hetzen von Termin zu Termin verschleiert konsequent, wie unzufrieden ich in meinem Job, mit meinem Chef oder meiner Aufgabe bin.

Kurz: Ballast lenkt uns ab. Von Gefühlen, die wir lieber nicht wahrnehmen, von Situationen, denen wir uns ausgeliefert fühlen. Das kann eine Zeit lang sinnvoll sein. Langfristig verhindert es, dass wir glücklich sind, unsere Träume verwirklichen und schöpferisch unser Leben gestalten.

BOTSCHAFT ERKENNEN

Etwas zu verändern ist leicht. Stelle Dir in Ruhe folgende drei Fragen. Antworte intuitiv, aus dem Bauch heraus. Dein Verstand wird sich möglicherweise wehren, denn er möchte, dass alles bleibt wie es ist… 😉

  • Was belastet mich?
  • Welchen versteckten Nutzen, welchen Vorteil hat mein Ballast für mich?
  • Welche neue Entscheidung treffe ich diesbezüglich jetzt?

Fragst Du Dich mutig, erkennst Du glasklar, welchen Vorteil Ballast in Deinem Leben erfüllt. Dann triff eine neue, konstruktive Entscheidung. Sie wird Dein Leben in allen Bereichen beflügeln.

ENDLICH KLARHEIT

„Meine übertriebene Bereitschaft zu arbeiten, Überstunden zu machen, gab mir das Gefühl, wichtig zu sein, etwas zu bewegen. Das war ein Vorteil. Jetzt erscheint er mir fragwürdig. Ich entschied mich, mich selbst wichtig zu nehmen, unabhängig von meiner Arbeit. Heute genieße ich es, Zeit für mich zu haben. Ich definiere mich weniger über Leistung. Erstaunlicher Weise bin ich auf diese Weise nicht weniger erfolgreich – das Gegenteil ist der Fall!“ Sarah B., 42

„Ständig einzukaufen und Berge von Kleidung anzuhäufen lenkte mich ab von dem nagenden Gefühl, etwas Wesentliches in meinem Leben zu verpassen. Ich entschied mich, meine wahren Bedürfnisse und Wünsche zuzulassen statt sie mit Shopping zu verdrängen und begann, mir kleine Sehnsüchte zu erfüllen. Heute lebe ich zwar noch nicht auf dem Land, habe aber zu Paddeln begonnen und fahre am Wochenende öfter raus. Das macht mich glücklich und schenkt mir das Gefühl, mein Leben aktiv selbst zu gestalten.“ Mara L., 31 Jahre

„Ich war neben dem Job ständig unterwegs, verabredet mit Freunden, auf Partys, im Freizeitstress, am Telefon. Mir fehlte Muße, Zeit für mich. Der Vorteil? Ich fühlte mich gemocht und zugehörig, so mittendrin. Lenkte mich ab von meiner Einsamkeit, dem Gefühl, eigentlich allein zu sein. Ich entschied mich, mehr für mich zu sein, zu meinen Gefühlen zu stehen. Seitdem geht es mir wesentlich besser. Ich finde heraus, wer und was mir wirklich gut tut.“ Christof M., 35

SO EINFACH?

Statt sich im Außen an Deinem Problem abzuarbeiten, schau nach innen. Erkenne das wirkliche Thema, das sich hinter jeder Form von Ballast verbirgt. Gelingt Dir das, verschwindet nicht nur der Ballast wie von Zauberhand. Du fühlst Dich auf allen Ebenen Deines Lebens befreit und bereit weiterzugehen.

TIPPS UND TRICKS

…wenn Du den Nutzen erkannt hast und im Außen loslassen willst.

  • Setze Dich nicht länger unter Druck! Akzeptiere Dich und Deinen Ballast, statt Dich zu verurteilen. Akzeptanz eröffnet neue Perspektiven.
  • Dein Motto könnte lauten: Ich nehme mich an wie ich bin und sorge jetzt gut für mich.
  • Agiere aus der Freude heraus. Stelle Dir vor, wie Dein Leben aussieht, wenn Du losgelassen hast statt des unüberwindbaren Berges., der scheinbar vor Dir liegt.
  • Erobere Dir die Macht zurück! Lasse gezielt Kleinigkeiten los! Schon kleinste persönliche Freiräume vertreiben die Ohnmacht!
  • Finde Dein eigenes Tempo beim Loslassen und schätze jeden Deiner Schritte wert! Sei stolz auf Dich!
  • Forste im Bereich der Dinge, Beziehungen, Verpflichtungen und Vorstellungen nach Überflüssigem, Kraftzehrendem! Und dann erlaube Dir, loszulassen.
  • Trenne Dich von Dingen, die Dir nicht richtig gut gefallen und die Du nicht wirklich brauchst! Umgib Dich mit Schönheit.
  • Beende Beziehungen, die Dir nicht gut tun. Überprüfe, wer Dir am Herzen liegt und wem gegenüber Du Dich ungut verpflichtet fühlst.
  • Überprüfe Deine Verpflichtungen und frage Dich, ob Du nicht einfach deutlich „nein“ sagen kannst.
  • Traue Dich, Tabus zu brechen! Mache Dich und Deine Gefühle zum Maßstab Deines Lebens

Kurz: Höre auf Dich und Deine Bedürfnisse und sorge endlich gut für Dich!

Die Autorin, Christina Lütgen, arbeitete nach dem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften in der freien Wirtschaft als Public-Relations-Beraterin und Texterin/Journalistin.

Absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin: seit 2003 Ganzheitlicher Coach in eigener Praxis in Hamburg, u.a. für Institutionen wie Osterberg-Institut, NDR, Paracelsus Heilpraktikerschule, Familienbildung und Kirche der Stille. Eigenes Buch (2004) „Wenn nichts mehr geht: Trauer als Weg“

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