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Therapie

Neo-Schamanismus: eine kleine Einführung

Der Schamanismus ist die älteste uns bekannte Heilkunst. Seit frühster Zeit gab es „Kräuterkundige“, die sogenannten Medizinmänner und -frauen, die für das körperliche Wohl ihrer Mitmenschen verantwortlich waren. Daneben gab es die Schamanen und Hexen, die sich um das seelische Gleichgewicht der Menschen kümmerten.

Man könnte auch sagen: Der Schamane war der Psychiater der Vorzeit.

Abhängig vom kulturellen Umfeld wurde diese alte Heilkunst bewahrt oder geriet – wie im europäischen Raum – weitestgehend in Vergessenheit. Doch heute erlebt der Schamanismus eine wahre Renaissance. Das hängt sicherlich mit den zunehmenden Krankheitsbildern zusammen, die in hohem Maße psychosomatisch bedingt sind. Das heißt, die körperlichen Leiden, die uns plagen, haben nicht physische, sondern psychische Ursachen. Die Schulmedizin ist jedoch mit diesen Erkrankungen oftmals überfordert. So rennen wir von Arzt zu Arzt – und doch kann uns keiner wirklich helfen. Der daraus entstehende Frust öffnet genau hier einen Raum für den Schamanen, dessen Weltbild sich sehr von dem herkömmlichen unterscheidet.

Für den Schamanen existiert neben der materiellen Alltagswelt noch eine sogenannte nicht alltägliche Wirklichkeit, eine energetische, feinstoffliche Welt.

In dieser nicht alltäglichen Wirklichkeit, die jenseits unserer Zeit- und Raumdimensionen liegt, gelten andere Regeln und Gesetze. Hier, in dieser anderen Welt, existieren auch die sogenannten Spirits oder Geister. Als Spirits werden die energetischen Wesen bezeichnet, die dem Schamanen in der Heilarbeit zur Seite stehen. Das sind archetypische Energien wie Krafttiere oder auch Engel.

Der Schamane besitzt dank seines Trainings die besondere Fähigkeit, in diese andere Wirklichkeit zu reisen, die Spirits zu kontaktieren, um mit ihrer Hilfe zum Wohle des Patienten zu wirken. Der Patient ist vollkommen in diese Arbeit eingebunden und macht seinerseits ganz neue Erfahrungen. Er erlebt die energetischen Phänomene quasi am eigenen Leib, was oft als sehr heilsam empfunden wird. Der Schamane wirkt mit Hilfe der Spirits direkt auf den Energiekörper des Patienten, so dass gestaute Energien wieder ins Fließen kommen, Blockaden aufgelöst und Löcher im Energiekörper aufgefüllt werden.

Erst wenn die energetische Ebene geheilt ist, kann die materielle Gesundung folgen.

Erfahrungsgemäß hilft der Schamanismus besonders gut bei Burnout, Auflösung alter Traumata und allen psychosomatischen Erkrankungen, wie beispielsweise Kolitis Ulcerosa.

Es ist erstaunlich, wie schnell und nachhaltig schamanische Heilformate wirken können. Das allgemeine Wohlbefinden wird wiederhergestellt und oft entwickelt sich auch ein neues Gefühl der Verbundenheit und Sinnhaftigkeit im eigenen Leben. Für mich persönlich ist die Verbindung zu Mutter Erde noch ein ganz zentraler Aspekt der schamanischen Lebensweise.

Wir alle sind Teil dieser Natur, nichts ist davon getrennt. Jeder Baum, jedes Tier, jeder Stein ist beseelt und kann als lebendiges Wesen wahrgenommen werden.

Der Schamanismus ist zweifelsohne eine empirische Heilkunst. Doch die moderne Quantenphysik bestätigt heutzutage viele energetische Phänomene, die für Schamanen seit tausenden von Jahren ganz selbstverständlich sind.

In unserer besonderen Zeit der Übergänge öffnen viele der alten schamanischen Traditionen ihren Wissenspool. Spezielle Kenntnisse, Rituale und Heilzeremonien erreichen Menschen aus aller Welt. Auch das Internet und die Möglichkeit, jeden nur erdenklichen Winkel der Erde zu bereisen, tragen dazu bei, dieses uralte Wissen in der ganzen Welt zu verbreiten. Das ist Globalisierung – mal anders!

Im Neo-Schamanismus (neo steht für neu, frisch, revolutionär) sammeln wir dieses Wissen und entwickeln daraus neuartige Heilformate, welche wir auf die besonderen Bedürfnisse unserer eigenen Kultur anpassen. Das Repertoire umfasst Heilformate, die ursprünglich aus Tibet, Nordamerika oder Hawaii stammen. Mit allergrößtem Respekt und in tiefer Dankbarkeit dafür, dass dieses Wissen zum Wohle aller genutzt werden kann, praktizieren Schamanen wieder auf allen Kontinenten, rund um den Globus.

Der Autor, Stefan Rahrig, ist seit 20 Jahren praktizierender Schamane und Heilpraktiker in Hamburg. Seine Schwerpunkte: prozessorientierte Homöopathie, psychotherapeutische Körperarbeit und schamanische Heilkunst. Ausgebildet im „Engel-Wolf-Schamanismus“ der Berliner Samuel-Hahnemann-Heilpraktiker-Schule
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